Die Beiträge und Erfahrungsberichte der Konferenzteilnehmer machten deutlich, dass zur langfristigen Reduzierung von Arbeitslosigkeit eine leistungsfähige Arbeitsvermittlung ebenso wichtig wie eine ausreichende Ausstattung mit finanziellen Mitteln für gezielte Weiterbildungs- und Qualifizierungsangebote ist. Ebenso wichtig ist ein sozialer Arbeitsmarkt. Die Bundesregierung dagegen streicht unter der Überschrift „Effizienz“ die aktive Arbeitsmarkpolitik faktisch zusammen. Drastische Mittelkürzungen stellen notwendige Unterstützungsangebote für Arbeitsuchende komplett in Frage. Gespart werden soll u.a. bei Langzeitarbeitslosen, Berufseinsteigern, jüngeren und älteren Arbeitslosen, Schwerbehinderten und beim Gründungszuschuss. Nicht wenige Träger fürchten das Aus für ihre Arbeit.
„Arbeitsmarktpolitik nach Kassenlage ist für die SPD-Bundestagsfraktion nicht akzeptabel“, so Hubertus Heil. „Bildung, Weiterbildung, Qualifizierung und aktive Förderung in der Arbeitsmarkt-politik sind der Schlüssel für Vollbeschäftigung. Vollbeschäftigung ist möglich, wenn es gelingt, Arbeitssuchenden neue Chancen am Arbeitsmarkt zu eröffnen. Dafür bedarf es einer ausreichenden Mittelausstattung und eines wirkungsvollen arbeitsmarktpolitischen Instrumentenkastens.“
Konferenz der SPD-Bundestagsfraktion "Den Kahlschlag stoppen - Aktive Arbeitsmarktpolitk statt Fachkräftemangel"
Angesichts des Kahlschlags der schwarz-gelben Regierung in der aktiven Arbeitsmarktpolitik lud die SPD-Bundestagsfraktion zu einer Konferenz nach Berlin ein. Aus ganz Deutschland kamen zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter von Arbeitsagenturen, Gewerkschaften, Verbänden und den verschiedensten Einrichtungen zur Qualifizierung und Förderung von Arbeitslosen. Aus Peine nahmen Olaf Eckardt von der Berufsbildungs- und Beschäftigungsgesellschaft (BBg) Landkreis Peine mbH und Gerhard Nolte von der Caritas teil. Aus Gifhorn kam Jürgen Pott vom Tagestreff Moin Moin.