Auf Einladung der Arbeitsgemeinschaft 60 plus der SPD im Unterbezirk Peine, sprach der Peiner Bundestagsabgeordnete Hubertus Heil (SPD) vor rund 100 Gästen zu den Themen Rente, Pflege und die Zusammenarbeit über Generationengrenzen hinweg. „Ich erinnere mich noch gut, wie im Jahr 1994 erste Gespräche über eine Gründung der Arbeitsgemeinschaft 60 plus nach der Gründung auf Bundesebene auch bei uns in Peine entstanden. Kurz darauf wurde Kurt Hauschildt, genannt „Mörtel-Kurt“*, zum ersten Vorsitzenden gewählt. Die AG 60 plus hat in Peine erfolgreich bewiesen, dass sie Politik mit den Älteren gestaltet und nicht nur für die Älteren macht.“ In seiner Rede ging Hubertus Heil auch auf aktuelle Gesetzesvorhaben des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales ein: „Die Pflegeberufe müssen attraktiver werden. Dazu müssen ordentliche Löhne gezahlt werden. Daher arbeite ich in meinem Amt als Bundesminister momentan daran, die Arbeitgeber in der Pflege an einen Tisch zu bringen, um einen Arbeitgeberverband zu gründen. Mit diesem können die Gewerkschaften dann vernünftige Tarife aushandeln, die dann auch flächendeckend gelten.“ Zum Thema Grundrente referierte Hubertus Heil, dass es hierbei nicht um Sozialleistung vom Staat ginge, sondern um die Anerkennung von Lebensarbeitsleistung. Gerade Frauen würden hiervon profitieren, die oft Kindererziehungszeiten und Pflege von Angehörigen in ihrem Arbeitsleben integrierten. „Das Vorhaben ist kostenintensiv, aber das sollte uns der Respekt vor Lebensleistung und der gesellschaftliche Frieden auch Wert sein“, so Heil zum Abschluss.

*(Anm. d. R.: Kurt Hauschildt war Geschäftsführer der IG Bau-Steine-Erden in Peine sowie Landesvorsitzender der Gewerkschaft in Niedersachsen sowie Angestellter einer Baufirma)