Bundesarbeitsminister und Bundestagsabgeordneter Hubertus Heil trifft Betriebsräte bei Konferenz der SPD-Bundestagsfraktion in Berlin.
Zu Fragen der Arbeitszeitpolitik der Zukunft hat sich SPD-Bundestagsfraktion mit rund 270 Betriebs- und Personalräten aus ganz Deutschland ausgetauscht. Die Konferenz fand wenige Tage vor dem Auftakt der Bundestagsdebatte über die Einführung der Brückenteilzeit statt. Ende letzter Woche wurde der Gesetzentwurf im Bundestag beschlossen.
Die Gestaltung von Arbeitszeit gehört zu den Kernaufgaben von Betriebs- und Personalräten. „Der Austausch hierzu ist sehr wichtig, denn Arbeit muss sich dem Leben anpassen – nicht umgekehrt! Besonders freue ich mich darüber, dass mit Isabell Eichstädt, Personalratsvorsitzende des Jobcenters Gifhorn, und Rüdiger Noll von der Diakonie Kästorf zwei Betriebsräte aus Gifhorn sowie mit Bernd Schmidt und Gabi Handke auch zwei Betriebsräte aus Peine zur 24. Betriebsrätekonferenz der SPD-Bundestagsfraktion nach Berlin gereist sind.“
Ziel einer modernen Arbeitszeitpolitik ist es unterschiedliche Interessen in Balance zu bringen. Gerade vor dem Hintergrund von Globalisierung und Digitalisierung sind verbindliche Regeln zur Arbeitszeit und mehr Mitbestimmung dringender denn je. Arbeitszeiten müssten sich vielmehr an der Lebenswirklichkeit der Menschen orientieren: „Wer Zeit für Weiterbildung, Ehrenamt, für die Kinder, die Eltern oder Partner braucht, der soll sie auch bekommen“, stellt Hubertus Heil klar. Die Menschen arbeiteten durchschnittlich wieder länger und zu immer ungünstigeren Arbeitszeiten – vielfach ohne Ausgleich. Mit der Regelung zur befristeten Teilzeit, mit dem Recht zur Rückkehr auf die vorherige Arbeitszeit ist ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung gemacht.