Auf Initiative des Betriebsrates besuchten der Peiner SPD-Bundestagsabgeordnete Hubertus Heil und der stellvertretende Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion für Verkehr, Bau und digitale Infrastruktur, Sören Bartol, das VW-Logistikzentrum bei Harvesse.

Die beiden SPD-Abgeordneten nutzen den Besuch um sich mit Werkleiter Volkswagen Braunschweig, Otto Joos, dem Leiter Operative Logistik, Dirk Löschmann, dem Leiter für PEP Konstruktion und Planung, Michael Thiel, und dem Geschäftsführer des Betriebsrates, Heinrich Betz, über das Logistikzentrum und die Perspektiven der Elektromobilität auszutauschen.

Auf 50.000 m2 Grundfläche verfügt das 2015 in Betrieb genommene Logistik-Zentrum über über zwei Anlieferungshallen, die den Lärm bei der An- und Ablieferung reduzieren, da die Ladetätigkeiten innerhalb des Gebäudes erfolgen. Für eine gute Umweltbilanz findet die Entwässerung auf dem eigenen Grundstück statt und belastet so das kommunale Entwässerungssystem nicht. Beheizt wird das Gebäude zudem durch moderne und umweltfreundliche Gas-Brennwerttechnologie. Etwa 60.000 m2 des 142.000 m2  großen Grundstücks sind Grünflächen mit Busch- und Baumpflanzungen. Mit dem Logistikzentrum wurden sämtliche Lagerflächen des Werks gebündelt – mit einer deutlichen Entlastung für das örtliche Verkehrsaufkommen.

Den Besuch nutzten Sören Bartol und Hubertus Heil auch zum ausführlichen Gespräch über die Chancen des Elektroantriebes. Die zukünftigen Perspektiven liegen dabei auch in der Produktion von Batteriezellen: Die nötige Forschung wird von Volkswagen selbst betrieben und bewahrt die Chance, die spätere Produktion auch in Niedersachsen zu beheimaten. „Unser Ziel ist es das gesamte elektrische Antriebssystem zu entwickeln und zu industrialisieren“, erklärte Thiel.

Auch die Bedingungen für den Erfolg der neuen Technologie wurden besprochen. „Für die Durchsetzung des Elektroantriebes wird es entscheidend sein, dass sich die Reichweite der Fahrzeuge spürbar verbessert und die Lademöglichkeiten in einer gemeinsamen Anstrengung ausgeweitet werden“, so der stellvertretende Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion Sören Bartol. „Wichtig dafür ist auch der entsprechende Ausbau der Stromnetze, der ein dezentrales Aufladen ermöglicht“, ergänzte der Peiner Bundestagsabgeordnete Hubertus Heil.

„Im Hinblick auf die kommenden Veränderungen an den Volkswagen Standorten in der Region Braunschweig ist aber eines klar: Für einen erfolgreichen Strukturwandel in der Automobilwirtschaft hin zu neuen Antrieben bedarf es eine begleitende Strukturpolitik, die Arbeitsplätze sichert und gute Arbeitsbedingungen bewahrt“, sagte der stellvertretende Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion für Wirtschaft und Energie Heil abschließend.

– Pressemitteilung